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                                                                                   Pollenallergie

Vor knapp 100 Jahren litten etwa 1 % der Bevölkerung an Pollenallergie, heute sind es bis 20%, Tendenz steigend. Für viele Menschen beginnt mit den ersten warmen Tagen  wieder eine Leidenszeit mit roten und tränenden Augen, einer triefenden Nase, Niesanfällen, Kratzen und Juckreiz im Hals oder sogar Atembeschwerden und einer besonders unangenehmen Müdigkeit. Begünstigend für eine hohe Pollenkonzentration in der Luft sind trockenes und windiges Wetter.

Mit den ersten Pollen im Januar/Februar (Hasel) bis zu den Gräserpollen im Mai/Juni können Blütenpollen praktisch ein halbes Jahr lang allergische Reaktionen hervorrufen. Dies geschieht durch eine Überempfindlichkeit gegen Eiweisskomponenten von bestimmten Pollen. Eine solche Überempfindlichkeit ist meistens vererbt. Die Pollen rufen als Allergene durch Kontakt mit gewissen weissen Blutkörperchen eine Freisetzung des Stoffes Histamin hervor. Damit kommen dann über eine Art Kettenreaktion die typischen Allergiebeschwerden wie Schleimhautschwellung, vermehrte wässrige Schleimabsonderung, Juckreiz der Schleimhäute und Husten im Falle einer Beteiligung der Bronchien zustande.

Wer sich in der Pollensaison vermehrt müde und matt fühlt oder meint eine Erkältung zu haben, könnte an einer Pollenallergie leiden. Eine solche kann jeden Menschen, vom Kleinkind bis zum alten Menschen zum erstenmal treffen. Die Diagnose einer Pollenallergie kann man mit Hauttesten stellen. Die Hautteste sind einfach durchzuführen, ungefährlich, günstig und ergeben bereits nach 15 Minuten ein Resultat. Solche Hautteste macht der Hausarzt oder der Hautspezialist. Das Allergen wird in einem kleinen Flüssigkeitstropfen auf die Haut gebracht. Dann wird die Haut leicht angeritzt und das Resultat ist nach 15 Minuten sichtbar.

Die Behandlung der Pollenallergie ist symptomatisch. Das heisst, dass mit Tropfen, Sprays, Tabletten oder Inhalationen die vorherrschenden Beschwerden behandelt werden. Eine Vorbeugung besteht in der Flucht vor den Pollen durch Aufenthalt im Haus bei starkem Pollenflug, Haare waschen am Abend und Schlafen bei geschlossenen Fenstern. Durch eine sogenannte Desensibilisierung werden die Pollen über eine gewisse Zeit in der Herbst-/Winterzeit unter die Haut gespritzt und der Körper lernt so, nicht mehr allergisch auf die Pollen zu reagieren. Am besten ist eine „massgeschneiderte“ Therapie für den einzelnen Allergiker, welche dieser mit seinem Hausarzt besprechen kann.

März 2022, praxis am rhy AG                                          Dr.med. Ignaz Hutter

 

 

7 Argumente, um sich gegen Covid-19 impfen zu lassen

Das Bundesamt für Gesundheit und die Schweizerische Impfkommission empfehlen allen Personen über 18 Jahren, sich 2 Impfungen gegen Covid-19 verabreichen zu lassen.

Dafür sprechen folgende Argumente:

  1. Es gibt keine wirksame Therapie gegen die Erkrankung Covid-19 und die Folgen dieser Erkrankung. Es gibt aber eine Impfung, die zu 95% vor dieser Erkrankung schützt.
  2. Covid-19 kann jeden treffen, nicht nur alte und kranke Menschen. Wer sich impft, schützt nicht nur sich selber, sondern auch andere, da der Geimpfte nicht mehr als Überträger funktioniert.
  3. Wer sich impfen lässt, leistet einen entscheidenden Beitrag zur Normalisierung des Lebens mit Sozialkontakten. Diese gehören zum Leben des Menschen als soziales Wesen wie auch die Gemeinschaft mit anderen Menschen, die zur Zeit überall gemieden werden.
  4. Mit den mRNA Impfstoffen steht uns ein hervorragender Impfstoff zur Verfügung, der kaum Nebenwirkungen macht, eine gute Immunität aufbaut und rasch wieder aus den Zellen verschwindet.
  5. Die Impfung ist das beste, sicherste und effizienteste Mittel, welches uns zur erfolgreichen Bekämpfung der Pandemie zur Verfügung steht und gewährleistet eine Rückkehr zu einem Leben mit Freude, Genuss, Gesellschaft, Kultur und Erlebnis.
  6. Wer sich impfen lässt, leistet einen wesentlichen Beitrag zur Entlastung des Pflegepersonals in den Spitälern, ermöglicht andern Patienten den Zugang zu notwendigen Behandlungen und hilft mit zur Senkung von hohen Behandlungskosten von Covid-19 Patienten.
  7. Maske tragen, Abstand halten und soziale Kontakte meiden tragen bei zur Senkung der Fallzahlen. Wer mehr als Schadensbegrenzung machen möchte und einen echten Beitrag zur Pandemiebekämpfung leisten will, dem steht mit den mRNA Impfstoffen ein hervorragendes Mittel zur Verfügung.

Fazit: Covid-19 kann mein Leben gefährden, die Impfung nicht. Also wähle ich das kleinere Übel: die Impfung.

Januar 2021, praxis am rhy AG                                          Dr.med. Ignaz Hutter